Im
Verlauf des Jahres 1996/97 ergriffen die drei Grazer Clubs die Initiative
zur Gründung eines vierten Clubs. Das Verfahren
wurde von PDG Günther Perner als dem Sonderbeauftragten
des Governors geleitet. Als Gründungssbeauftragte der
Grazer Clubs fungierten PPräs.
Franz-Helmut Fattinger für RC Graz, PPräs. Jürgen
Schiller für RC Graz-Schlossberg und PPräs. Berthold
Sutter für
RC Graz-Neutor. Jeder der bestehenden Clubs nahm das Vorschlagsrecht
wahr und nominierte Mitglieder, sodass nach einigen Zusammenkünften
des neuen Kreises am 29. Juni 1997 die
Gründungsversammlung
des RC Graz Zeughaus im Parkhotel in Graz stattfinden konnte.
Der Club
bestand aus 25 Freunden unter dem Gründungspräsidenten
Heinz Stammberger.
1998
Im
ersten Jahr wurden wir mit dem rotarischen Leben vertraut, lernten
einander kennen und bereiteten
die Charterfeier vor, die am
16. Mai 1998 im Grazer Congress im Beisein des damaligen
Bürgermeisters Alfred Stingl
vor nahezu 200 Gästen stattfand. Angeführt von frühneuzeitlich
gewandeten Herolden, begab sich die Festversammlung anschließend
in das Grazer Zeughaus zum gemeinsamen Mittagessen inmitten der überaus
wertvollen Rüstungen und Sammlungen.
2000
Im Mai dieses Jahres hatten wir die Freude, jene Persönlichkeiten,
die sich um unsere Clubgründung überaus verdient gemacht hatten,
zu Ehrenmitgliedern zu ernennen: PDG Günther
Perner, PPräs.
Franz-Helmut Fattinger, PPräs. Jürgen Schiller, PPräs.
Berthold Sutter.
Auch im Mai fand
die erste gemeinsame Clubreise statt,
die uns nach Prag führte.
Unser Ehrenmitglied PPräs. Berthold Sutter,
den wir als fachkundigen Führer für diese Reise gewinnen
konnten, begleitete uns gemeinsam mit seiner Gattin und verblüffte
uns immer wieder mit seinem Wissen zur Geschichte dieser Stadt.
2001/02
In diesem Clubjahr fanden wir im RC Nürnberger Land einen
in Herzlichkeit und freundschaftlichem Geist verbundenen Partnerclub.
2002
„Reiner Tag“
Am 30. Juni 2002 luden Ingrid
und Ernst Grabenwarter zu einem „Reiner
Tag“ ein. Nach dem Besuch des Festgottesdienstes in der Basilika
Rein, den die Kirchenchöre und Solisten der Pfarren Gratwein
und Straßengel sowie ein Instrumentalensemble mit der Orgelsolomesse
von Mozart und weiteren Werken von Mozart, Händel und Chmeliceck
unter der Leitung von Wolfgang Popp musikalisch umrahmten, waren
wir am Peterbauerhof, dem bäuerlichen Familienanwesen von
Ernst Grabenwarter eingeladen.
Dort erwartete uns neben einem ländlichen Buffet eine Ausstellung
der zeitgenössischen bildenden Künstler
Axel Staudinger und Margit Resch, die von Christa Steinle
einbegleitet und durch das Boogie-Woogie Duo BW-Taste musikalisch
garniert wurde.
Nach launigen Ansprachen durch den Gastgeber und unseren Präsidenten Helmut Majcen klang der Tag mit einem Empfang des Abtes des Stiftes Rein, Petrus Steigenberger, der uns zur Teilnahme an der Vesper des Konventes im Chor und zu einer Stiftsführung einlud, aus.
2003
Die zweite gemeinsame Clubreise fand
im April 2003 statt und hatte Oberitalien zum Ziel.
Neben architektonischen
Besonderheiten, die uns Freund Plankensteiner
fachlich ausgezeichnet näherbrachte, konnten wir auf Initiative
von Freund Schirmer auch die weltbekannte Klavierfabrik "Fazioli" in
Ciresa besichtigen.
Im Mai begingen wir auf Einladung unseres
Präsidenten
Hans Priebsch beim „Höchwirt“ die fünfjährige
Charterfeier, in deren Verlauf der Gründungspräsident die
Entwicklung des Clubs als Rückblick und als Ausblick beleuchtete.
2004
Ein
besonders berührendes Ereignis war die Verleihung des ersten
Paul-Harris-Fellow im Juni 2004 an unseren verstorbenen Jugenddienstleiter Jürgen
Modersohn; die Witwe Ulla nahm die Auszeichnung in Empfang. Jürgen
hatte den Jugenddienst in engagierter, höchst verdienstvoller
und vorbildlicher Weise seit der Gründung unseres Clubs geleitet.
Ein
fester Bestandteil des Clublebens war und ist die stimmungsvolle,
immer wieder anders gestaltete Weihnachtsfeier
im „Theresienkeller“ des
Gründungspräsidenten am Demmerkogel in der Südsteiermark.
Markus
Schirmer und seinem Schülerkreis sind wir für die
musikalische Umrahmung, Freund Stammberger für die immer wiederkehrende
Einladung dankbar verbunden.
Von
den zahlreichen weiteren gemeinsamen Erlebnissen seien
nur zwei – man
möge es verzeihen – stellvertretend herausgegriffen:
Die
Einladung des Präsidenten Günther Witamwas in seinen schönen
Zweitwohnsitz in Velden am Wörthersee und der Abend im Schloss
Tausendlust bei Graz auf Einladung des Besitzers Präsident
Josef Wohinz.
Drei
der Freunde der ersten Stunde gehören unserem Club nicht
mehr an:
Friedrich Poppmeier verlegte seinen Wohnsitz aus beruflichen
Gründen von Graz nach Salzburg,
Hans Schabert kehrte nach mehrjähriger
Tätigkeit in der Grazer Niederlassung des Konzerns in seine Heimatstadt
Erlangen zurück.
Beide Freunde haben an ihrer neuen Wirkungsstätte
höhere Aufgaben übernommen; sosehr wir uns darüber
freuen, so bedauern wir es auch zugleich, dass die Freunde
bei unseren Meetings
fehlen.
Ein großer Schock war es, als wir uns am 23. Februar
2004 in gewohnter Weise zusammenfanden und erfahren mussten, dass Jürgen
Modersohn am Vortag ganz plötzlich aus unserer Mitte gerissen
worden war. In einem spontanen Gedenken erzählte jeder von uns,
was ihn besonders mit Jürgen verbunden hatte, sodass dieser tieftraurige
Abend zu einem besonders berührenden gemeinsamen Nachruf auf
unseren lieben Freund geriet.
Der
Club ist mittlerweile von ursprünglich 25 auf nunmehr
36 Mitglieder angewachsen und hat mit der Aufnahme von bisher 14
neuen Freunden seine Bedeutsamkeit und Wirksamkeit vergrößert.
Zu
den Charakteristika unseres Clublebens zählt seit Anbeginn
das gemeinsame intensive Nachdenken und die offene Diskussion über
grundsätzliche Fragen und Probleme unserer Zeit, verbunden mit
dem Bestreben nach unentwegter Erweiterung unseres Horizonts. Auch
Themen
höchster Aktualität kommen zu Sprache.
So hatten wir am 3.
März 2003, also wenige Tage vor Beginn des Irakkrieges, den Gesandten
Botschaftsrat Daniel Weygandt, den nach dem Botschafter
ranghöchsten
Repräsentanten der USA in Österreich, zu einem ganz ungewöhnlich
informativen Vortrag in unserem Kreis.